Pater Grzegorz Urban
Ich bin am 18. Juli 1975 in Jaslo (Süd-Ost Polen) geboren. Mein Heimatort ist ein kleines Dorf, dass Jodlowa heißt. Im Alter von 6 Jah-ren begann meine schulische Erziehung. Zuerst war es die Grundschule, die ich 1990 absolviert habe. Danach besuchte ich das Gymnasium. Im Jahr 1994 habe ich diese Schule mit dem Abitur abgeschlossen. In solch einem Moment hat man ein Problem: Wie gehts weiter? Mir blieb es auch nicht erspart; auch ich habe mich gefragt: Soll ich mir Arbeit suchen oder weiter lernen?

Welchen Beruf wählen? Ideen hab ich mehr als genug gehabt. Die Frage nach dem Beruf hat die Frage nach der Berufung ersetzt. Ich komme aus einer der Katholischen Familie und habe auch überlegt was wäre, wenn ich mich für die geistliche Berufung entscheide. Eine innere Stimme hat mir gesagt, dass ich mich „dafür“ entscheide. Schaffe ich es? Bin ich überhaupt dazu fähig? Nach der ernsthaften Überlegung habe ich mich doch entschieden und wollte Priester werden. Im Jahr 1995 habe ich das Noviziat begonnen und am 16. Juli 1996 mit 16 anderen Mitbrüdern das erste Ordensgelübde abgelegt. Danach folgte ein Studium der Philosophie in Krakau. Nach dem zweiten Studienjahr kam ich nach Deutschland. Seit September 1998 wohnte ich in unserem Ordenshaus in Buschhoven bei Bonn. Nach der Ankunft in Deutschland habe ich zuerst einen Sprachkurs und dann das Theologiestudium in Sankt Augustin absolviert. Noch während des Studiums habe ich das Ewige Gelübde abgelegt und kurz danach ich die Diakonenweihe empfangen. Nach dem Abschluss des Studiums bin ich mit zwei meiner Mitbrüder durch den damaligen Weihbischof und jetzige Bischof von Hildesheim Norbert Trelle am 3. August 2002 zum Priester geweiht worden. Nach der Priesterweihe war ich zuerst in Swisttal mit Schwerpunkt Buschhoven und Morenhoven tätig. Seit September 2004 war ich im Pfarrverband Meckenheim eingesetzt.

Das, was für mich immer wichtig war, steht in einem Vers des Johannesevangeliums, das auch mein Primizspruch war. Es geht um die Stelle wo es heißt: „…Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“. Dieser Text gibt mir Zuversicht, dass ich und die anderen Menschen geliebte Kinder Gottes sind.

Und noch ein weiteres Zitat ist mir seit der Priesterweihe wichtig.  Es kommt von Bischof Norbert Trelle, der in seiner Predigt zu uns gesagt hat: „Geh zu den Menschen, dann gelangst du zu Gott“. Wie das gelingt, kann ich selber nicht beurteilen, aber ich versuche, es immer wieder in die Tat umzusetzen.